Nachruf

Viele Wege gingen wir zusammen,
den letzten gehst du nun allein!

Tief bewegt nimmt die Ortsgruppe Weißenstein Abschied von ihrem Vorsitzenden

Alois Ziller

Alois Ziller war seit 2006 Mitglied im Schwäbischen Albverein und auch seit dieser Zeit Vorsitzender der Ortsgruppe Weißenstein.
Mit überaus großem persönlichem Einsatz und mit seiner zupackenden Art brachte er neuen Schwung in die Ortsgruppe.

Ganz besondere Anliegen waren ihm der Ausbau der Vereinshütte und des Albvereinsplatzes sowie die Präsenz des Albvereins im kulturellen Leben der Stadt Lauterstein. So waren z. Bsp. die Teilnahme des Albvereins bei den jährlichen Stadtfesten mit Zelt und Bewirtung, das Vereinsfest und die Sonnwendfeier auf dem Albvereinsplatz, die Vorträge von Frau von Trauchburg zur Historie von Weißenstein, die Bewirtung beim Kathreinermarkt und die Waldweihnacht immer fixe Termine im Jahresplan des Albvereins.
Instandsetzung und Pflege der Albvereinswege (einer der wichtigsten Wege des Schwäbischen Albvereins –der HW1-führt über die Gemarkung Lauterstein) waren ihm ebenso wichtig wie der Kontakt und die Kooperation mit den anderen örtlichen Vereinen.

In seine Zeit als Vorsitzender fiel auch das 125 jährige Jubiläum der Ortsgruppe 2016, das ein großer Erfolg und ein besonderer Höhepunkt in der Vereinsgeschichte war.
Die Organisation von Wanderungen in der Heimat, aber auch weit darüber hinaus, war ein Markenzeichen von Alois. Highlights waren stets die Wander- und Kulturfahrten in verschiedene Regionen Deutschlands, die von ihm perfekt geplant und organisiert waren.

Alois Ziller hat für seinen Einsatz für die Ortsgruppe Weißenstein und für sein „Städtle“ besondere Anerkennung und Dank verdient. Durch seinen plötzlichen Tod hat er eine große Lücke hinterlassen und er wird uns mit seiner offenen, zupackenden, beherzten und begeisternden Art sehr fehlen. Wir haben nicht nur den 1. Vorsitzenden, sondern auch einen lieben Wanderkamerad und Freund verloren, den wir nie vergessen werden.

Unser ganzes Mitgefühl und Beileid gilt seiner Frau Hannelore und seinen Söhnen mit ihren Familien.

Für die gesamte Vorstandschaft

Hermann Kranz

Stellv. Vorsitzender

Einladung zur Waldweihnacht

 

Am 3. Adventsonntag 16. Dezember 2018 sind ab 16.30 Uhr alle wieder herzlich willkommen zur Waldweihnacht auf dem Albvereinsplatz. Elke hat mit einem Team ein adventliches Programm mit Liedern und Geschichten rund um den Christbaum vorbereitet. Wir freuen uns auf eine besinnliche Einstimmung auf Weihnachten.

Die Bewirtung mit Punsch, Glühwein, Weihnachtsgebäck und Grillwurst übernimmt die Ortsgruppe des Albvereins Weißenstein. Der Reinerlös der Veranstaltung geht je zur Hälfte an die Stadtkapelle für die Jugendarbeit und an die Jugendfeuerwehr.

Herzliche Einladung an Jung und Alt

Krippenausstellung Oberstadion

Am Montag, 10.12.2018 treffen wir uns um 9:00 Uhr am „Krone“- Parkplatz und fahren in Fahrgemeinschaften zum Bahnhof nach Geislingen (Zugabfahrt 9:40). Unser erstes Ziel ist das Städtchen Munderkingen. Dort werden wir Mittag essen und vielleicht noch ein bisschen das Städtchen erkunden. Der Bus bringt uns dann nach Oberstadion zum Krippenmuseum. Eine Führung zeigt uns einen Querschnitt der Krippen und religiösen Darstellungen. Rückkehr ist gegen 19 Uhr geplant. Wie immer sind Gäste herzlich willkommen Auskunft und Anmeldung bei Familie Distel, Tel. 6820

Herbstwanderung mit Kirbe

Wir treffen uns am Sonntag 28.10.2018 um 13:30 Uhr am Parkplatz „Krone“ zu einer kleinen Wanderung um Weißenstein. Ab 15:00 Uhr ist die Albvereins Hütte zur „Kirbe“ geöffnet. Es gibt Kaffee und leckeren Kuchen, neuen Wein mit
Zwiebelkuchen und zum Abschluss noch ein deftiges Vesper.

Wir freuen uns auf viele Besucher. Gäste wie immer herzlich willkommen

 

 

Jahresplan 2019

Das Wanderjahr 2018 liegt bald hinter uns. Deshalb müssen wir uns Gedanken für das kommende Jahr 2019 machen. Dazu treffen wir uns am Mittwoch 31.10. ab 18:00 Uhr auf der Hütte. Wir freuen uns auf viele interessierte Teilnehmer mit Vorschlägen zu Wanderungen und Veranstaltungen für 2019

Von der Ostalb auf die höchsten Gipfel der Westalb!

Mitglieder des Schwäbischen Albvereins Ortsgruppe Weißenstein wanderten auf dem Hauptwanderweg 1 des Albvereins bis zum Lemberg in der Nähe von Tuttlingen. Die seit mehr als 100 Jahren beliebte Wanderroute führt zumeist am aussichtsreichen Albtrauf der Schwäbischen Alb entlang und ist als HW1, Nordrandweg oder auch Albsteig bekannt.

Seit 2009 wurde der Weg immer wieder mit dem Prädikat „TOP Trail of Germany“ bezeichnet und gilt als einer der schönsten und interessantesten Fernwanderwege Deutschlands. Mit seinen rund 350 Kilometern Länge von Donauwörth bis Tuttlingen führt er mitten durch das historische Städtle in Weißenstein. In der mehr als 125-jährigen Geschichte der Ortsgruppe Weißenstein wurden viele schöne Tageswanderungen auf und um den Albsteig unternommen. Alois Ziller, der umtriebige Vorsitzende der Ortsgruppe hegte schon länger den Wunsch mit einer Wandergruppe den Hauptwanderweg in Mehrtagesetappen zu begehen. Seit 2016 unternahm eine Wandergruppe in jedem Herbst eine mehrtägige Tour entlang des Albtraufs. In diesem Jahr erreichten 10 Wanderfreunde aus der Weißensteiner Ortsgruppe die Region der 10 Tausender und konnten auf dem Lemberg bei Tuttlingen, mit seiner Höhe von 1015 Metern, dem höchsten Gipfel der Schwäbischen Alb, auf den Erfolg ihrer Tour anstoßen.

Hinter den Wanderern liegen viele lange und anstrengende Wandertage über die bekanntesten Stationen des Albsteigs, die stets mit herrlichen Ausblicken belohnt wurden. Ob Burgen, Schlösser und Ruinen wie die Burg Teck oder der Hohenzollern, oder auch Aussichtsbalkone wie das Lochenhörnle oder der Lochenstein werden allen Mitwanderern noch lange in Erinnerung bleiben. Ebenso wichtig waren die schönen Begegnungen mit den Menschen unterwegs, gute Übernachtungsmöglichkeiten in Wanderheimen des Albvereins und Pensionen oder Hotels in den Orten und das gute Miteinander der Wandergruppe. Schon jetzt ist sich Alois Ziller sicher: „ Im nächsten Jahr wird unsere Ortsgruppe Weißenstein einen anderen Fernwanderweg in Angriff nehmen.“

Rückblick Wander- und Kulturfahrt vom 10. – 13. September nach Thüringen

Kürzlich machten sich 34 Wanderfreunde auf ins Obere Werratal nach Thüringen. Unterwegs gab es das obligatorische Sektfrühstück und zur Mittagszeit Leberkäse und Wecken aus Weißenstein. Mittags wurde die Theaterstadt Meiningen erkundet. Beeindruckend waren die Stadtkirche mit dem Doppelturm auf dem großen Marktplatz und die Fachwerkhäuser entlang eines mittelalterlichen Stadtgrabens. Auch der englische Garten mit Denkmälern für Johannes Brahms, Jean Paul und Max Reger waren einen Besuch wert. Abends gab es beim Hotel eine Brauereiführung mit Bierverkostung. Helles, mittelhelles und dunkles Bier wird dort gebraut und schmeckte prima.

Am Dienstag brachte der Bus die Ausflügler nach Ilmenau. Goethe wurde dorthin als Bergwerksminister berufen. Im Goethehaus konnte sein Arbeitszimmer besichtigt werden. Die Wanderer konnten anschließend zwischen drei Routen wählen: Die kleinste Runde begann mit einem Rundgang durch das Städtchen Ilmenau. Dann brachte der Bus die Teilnehmer zum Parkplatz unterhalb des Berges Kickelhahn, von dem dann ein 3km Aufstieg nötig war. Die mittlere Route führte durch das Städtchen und dann bergauf, vorbei am Goethehäuschen und einer historischen Jagdanlage ebenfalls zum Kickelhahn (861 m).

Die „Königsetappe“ ging über den Goethe Wanderweg nach Stützerbach und dann hinauf zum Kickelhahn. Dabei waren 20 kmStrecke und 600 Hm zu bewältigen. Bei der Berggaststätte trafen dann alle wohlbehalten ein. Wer noch genügend Power hatte, konnte dort den Turm besteigen und wurde mit einem traumhaften Blick über den Thüringer Wald belohnt. Den Abstieg konnte jeder zu Fuß oder mit dem Bus wählen. Mittwoch war der Tag der Städte. Der Bus fuhr zuerst Erfurt an. Ein pfiffiger Stadtführer hatte viele Anekdoten bereit und die Lacher auf seiner Seite. Er konnte die Begriffe „stinkreich“ und „blau machen“ mit der Tradition der Färberei durch die Pflanze Färberwaid erläutern und anhand von Haussteinen „die Kurve kratzen“ anschaulich darstellen. Aber auch das Wirken Martin Luthers und die jüdische Geschichte mit der alten Synagoge, die eingemauert war und so die NS-Zeit überstand, stellte er anschaulich vor. Beeindruckend war auch der Gang über die Krämerbrücke, die längste durchgehend mit Häusern bebaute Brücke Europas. Dort befinden sich kleine Geschäfte, Manufakturen und Wohnungen. Abschluss war am Domplatz vor der beeindruckenden Treppe.

Dort war um die Mittagszeit nach Wartung die beeindruckende Glocke „Gloriosa“, die nur 8 mal im Jahr läutet, zu hören. Am Nachmittag ging es nach Weimar zur Stadtführung. Natürlich waren hier Goethe und seine Frau Christiane sowie weitere Frauenbekanntschaften das Thema. Zu sehen war Goethes Gartenhaus, wo er mit seiner Familie lebte. Von 5 Kindern mit Christiane verstarben vier. Aber auch über Wieland, Herder und die Herzogin Anna Amalia mit ihrem Sohn Carl August und ihr Interesse für Kunst und Literatur wurde ausführlich berichtet.

Von außen wurde die nach einem Brand zerstörte Anna-Amalia Bibliothek besichtigt. Der Heimweg wurde durch einen langen Stau mit über einer Stunde verzögert. Vom Bus aus konnte man sehen, wie wichtig die Bildung einer Rettungsgasse ist. Auf der Heimreise wurde Würzburg besucht. Die Stadtführung begann an der Uferpromenade des Mains, von der man schön den alten Kran für frühere Schiffsbeladungen und die alte Mainbrücke mit den großen Heiligenfiguren sehen konnte. Diese Fußgängerbrücke wird abends als Freiluftgaststätte genutzt. Die Stadt wurde am 16.3.1945 zu 80% zerstört ist heute aber weitgehendst wieder aufgebaut. Besucht wurde der Dom St.Kilian, eine romanische Basilika und das Lusamgärtchen mit einem Gedenkstein für Walter von der Vogelweide. Bekannt ist Würzburg auch als Universitätsstadt. Wilhelm Conrad Röntgen hat dort 1895 im Physikalischen Institut die Röntgenstrahlen entdeckt. Die Würzburger Residenz mit ihrem schönen Garten konnte anschließend auf eigene Faust entdeckt werden. Natürlich durfte auch ein Glas Würzburger Frankenwein nicht fehlen.

Mit vielen schönen Eindrücken erreichten die Wanderer am Abend Weißenstein und bedankten sich herzlich bei den Familien Ziller und Müller für die perfekte Organisation.